Buche Parkett

Buche Parkett: Noch vor 50 Jahren gab es in deutschen Wohnzimmern fast ausschließlich Eiche Parkett. Seit etwa 20 Jahren geht der Trend verstärkt über zu Buche Parkett. Parkett aus Buchenholz ist im Vergleich mit anderen Holzarten preislich besonders attraktiv. Hinzu kommt die weiche Maserung, die auch optisch das Gefühl von Wärme vermittelt.

Kauft man einen Parkettboden aus Buchenholz ist im Vergleich mit anderen Holzarten besonders hart. So ist die Oberfläche z.B. sehr resistent gegen Abrieb. Auch herunterfallende Gegenstände oder Stöckelschuhe können einem Buche Parkett so schnell nichts anhaben. Dies ist z.B. bei Weichhölzern wie Fichte oder Tanne nicht der Fall. Buche Parkett ist außerdem meist frei von sog. „Windrissen“. Da Buche recht kurze Holzfasern aufweist, sind kaum Schwachstellen im Holz vorhanden. Die Gefahr, dass der Parkettstab nach der Verlegung an einer Schwachstelle „reißen“ kann, besteht bei Buche Parkett kaum.

Holzböden aus Buche sind günstig

Im Preisvergleich mit anderen Parkettarten ist Buche eines der günstigsten Parkett-Hölzer. Dies liegt am hierzulande recht großen Vorkommen der Buche. Außerdem wächst die Buche sehr schnell und verursacht geringere Kosten beim Anbau, als z.B. Kirschbäume oder auch Eiche Parkett.

Nachteile von Buche Parkett

Buche Parkett arbeitet stark

Einer der gravierendsten Nachteile von Buche Parkett ist das „starke Arbeiten“ von Buchenholz. Jede Holzart reagiert auf Veränderungen der Luftfeuchtigkeit mit leichtem „aufquellen“ oder „zusammenziehen“. D.h. es entstehen zwischen den einzelnen Stäben/Dielen leichte Fugen.

Weil Buche Parkett besonders stark auf solche Schwankungen reagiert, kann dies besonders bei Massivparkett zu Fugen von bis zu 3 mm Größe kommen – selbst dann, wenn der Boden mittels Parkettkleber verlegt wurde.. Eine schöne, einheitlich aussehende Oberfläche ist hier nicht mehr gewährleistet.

Parkettböden aus Buche werden schnell gelb

Buche Parkett reagiert nicht nur auf Feuchtigkeit sondern auch auf Sonneneinstrahlung. Als Parkettbesitzer kennen Sie es wahrscheinlich: Wo mehrere Jahre ein Teppich lag oder Möbel standen, ist der Parkettboden noch immer sehr hell. Alle umliegenden Stellen sind hingegen dunkler oder sogar „vergilbt“.

Buche reagiert auf Sonneneinstrahlung besonders stark mit Vergilbung. Hier hilft nur: das Parkett schleifen und anschließend neuversiegeln.

Buche nur als Fertigparkett sinnvoll

Wenn es dennoch ein Buche Parkett sein soll, entscheiden Sie sich besser für die Fertigparkett-Variante. Buche Fertigparkett lässt sich meist zumindest einmal renovieren und neigt kaum zur Bildung von Fugen.

Dennoch sollten Sie Buche Fertigparkett nicht auf Fußbodenheizung einsetzen. Die Temperaturschwankungen einer solchen können genau wie die Luftfeuchte zum Arbeiten des Holzes führen und Fugen verursachen.

Sonstiges über Buche Parkett

Auch für die Verlegung in der Küche ist Buche Parkett geeignet. Seine hervorragende Härte und Abriebsfestigkeit sorgt für problemlose Nutzung bzw. Parkettpflege. Für Feuchträume, bzw. für das Badezimmer ist Buche Parkett jedoch absolut ungeeignet.